CIEscan liest Ausweisdokumente auf zwei verschiedenen Wegen.
Über NFC liest die App die auf dem Chip gespeicherten Daten und prüft, ob das Dokument echt ist. Das betrifft die italienische elektronische Identitätskarte (CIE 3.0) und Reisepässe nach ICAO 9303.
Der italienische Führerschein hat keinen Chip. Er wird von einem Foto gelesen, und eine Echtheitsprüfung ist dabei nicht möglich.
Bei Identitätskarte und Reisepass ausschließlich die Daten, die auf dem Chip des aufgelegten Dokuments stehen:
Welche dieser Angaben tatsächlich vorhanden sind, entscheidet das Dokument. Auf einem Reisepass fehlen Wohnsitz und Steuernummer in der Regel; Geburtsort, ausstellende Stelle und Ausstellungsdatum können fehlen.
Die Fingerabdrücke, die ein Reisepass im Chip führen kann, liest die App nicht.
Beim Führerschein die Angaben, die auf der Vorderseite gedruckt stehen:
Ein Lichtbild wird dabei nicht entnommen.
Der Chip gibt nichts heraus, solange er nicht mit einem Schlüssel geöffnet wird, der auf dem Dokument selbst abgedruckt ist. Dieser Schlüssel wird eingegeben oder vom Dokument abfotografiert:
Ohne das Dokument in der Hand kann die App nichts auslesen. Der Schlüssel wird nicht aufbewahrt, mit einer Ausnahme: die CAN wird zusammen mit dem Datensatz gespeichert, damit dieselbe Karte wiedererkannt wird. Beim Reisepass entfällt das, weil der Schlüssel dort aus Personendaten besteht.
Statt den Schlüssel zu tippen, lässt er sich vom Dokument ablesen: bei der Identitätskarte die sechs Ziffern unten rechts auf der Vorderseite, beim Reisepass die zwei Zeilen unten auf der Datenseite. Dafür gilt:
Das Tippen bleibt vollständig möglich. Wer nicht fotografieren will, muss es nicht.
Der italienische Führerschein hat keinen Chip, keine maschinenlesbare Zone und keinen Strichcode. Hier ist das Foto nicht der Weg zu einem Schlüssel, sondern die Quelle selbst. Für die Aufnahme gilt derselbe Umgang wie oben: Kamera-App des Systems, eigener Zwischenspeicher, der vor jeder Aufnahme geleert und unmittelbar nach der Auswertung gelöscht wird, Texterkennung auf dem Gerät, keine Übertragung.
Zwei Unterschiede sind wesentlich:
Die gelesenen Daten liegen ausschließlich auf dem Gerät. Sie werden mit einem Schlüssel verschlüsselt, der im Android-Schlüsselspeicher liegt und das Gerät nicht verlassen kann.
30 Tage nach dem Lesevorgang werden sie automatisch gelöscht. Vorher lassen sie sich jederzeit in der App löschen.
Die App besitzt keine Internetberechtigung. Sie kann technisch nichts übertragen — weder an den Entwickler noch an Dritte. Es gibt kein Analysewerkzeug, keine Werbung und kein Tracking. Auch die Echtheitsprüfung läuft vollständig offline gegen Zertifikate, die in der App mitgeliefert werden; es wird kein Verzeichnis und keine Sperrliste abgefragt.
Nur, wenn der Benutzer sie ausdrücklich exportiert, und nur in die Anwendung, die er dabei auswählt.
Wohin eine so verschickte Nachricht gelangt und wie das gewählte Mailprogramm damit umgeht, liegt außerhalb des Einflussbereichs dieser App.
Die App benötigt allein die NFC-Berechtigung, um die Karte zu lesen. Sie verlangt keinen Zugriff auf Standort, Kontakte, Kamera, Mikrofon, Speicher oder Telefonfunktionen — auch nicht für das Fotografieren, weil dafür die Kamera-App des Systems zuständig ist.
Christian Auer tissax@gmx.net
Da die Daten das Gerät nicht verlassen und dem Entwickler nicht zugänglich sind, kann Auskunft, Berichtigung oder Löschung nur durch die Person erfolgen, die das Gerät bedient. Die Löschung erfolgt in der App oder automatisch nach 30 Tagen.
Verantwortlich für die Rechtmäßigkeit einer Identitätsfeststellung und für den Umgang mit den dabei erhobenen Daten ist die Stelle, die die App einsetzt.
Diese Erklärung beschreibt den Stand vom 2. September 2026 und gilt ab Version 1.9. Bei Änderungen am Verhalten der App wird sie angepasst.